Pembroke Welsh Corgi

Jede durch den FCI anerkannte Rasse wird an Ihrem Standard gemessen. Um zu verstehen, was das Ziel meiner Zucht ist, finden Sie hier den offiziellen Standard des FCI.

http://www.fci.be/Nomenclature/Standards/039g01-de.pdf

Ergänzend möchte ich noch erwähnt haben, dass nicht jeder Fehler nach dem Standard gleich einen kranken Hund zur Folge haben muss. Viele erfreuen sich an den langhaarigen, sogenannten Fluffy Corgis und auch eine über den Rücken gerollt getragene Rute muss keine gesundheitliche Folgen für den Hund haben. 

Auf Facebook gibt es außerdem noch die Gruppe "Deutschsprachiges Welsh Corgi Forum *Das Corginal*", in der zahlreiche Halter, Züchter und Interessenten vertreten sind und sich austauschen.

Wer gerne auf ein gutes Buch in Papierform zurückgreifen möchte, dem können wir das Buch von unserer Züchterkollegin Claudia Bohne "Welsh Corgi Cardigan und Pembroke" im Oertel+Spörer Verlag erschienen, wärmstens empfehlen.

Viele rassebezogene Informationen und auch Züchterkollegen finden Sie hier:

https://corgi-pembroke.de/

Verbände und Vereine

  • FCI (Federation Cynologique Internationale)​

www.fci.be

Informative Links

  • Welsh Corgi News

       www.welshcorgi-news.ch

 

Rassekrankheiten

Beim Pembroke haben wir Degenerative Myelopathie (DM), von Willebrand Typ 1 (vWD 1) und Hüftdysplasie (HD) bei unserer Zuchtauswahl zu berücksichtigen.

Nachfolgend möchten wir auf alle drei eingehen.

Faktencheck DM mit einer allgemeinen Erklärung der Justus-Liebig-Universität Gießen:


Was ist die degenerative Myelopathie?

Bei der degenerativen Myelopathie handelt es sich um ein langsam fortschreitendes Absterben der langen Rückenmarksbahnen bei großen Hunden. Vor einiger Zeit wurde ein Risikofaktor für die Entwicklung einer DM entdeckt. Eine Mutation im Gen der so genannten Superoxid-Dismutase 1 (SOD1-Gen) wurde bei vielen Rassen nachgewiesen, die in Zusammenhang mit der DM steht. Die SOD ist ein wichtiger Radikalfänger in Nervenzellen. Freie Radikale entstehen im Stoffwechsel jeder Zelle und können die Erbsubstanz und die Zellintegrität erheblich schädigen. Dies ist bei Nervenzellen besonders fatal, da diese sich nicht mehr teilen, wodurch sonst geschädigte Zellen ersetzt werden könnten. Der Abfang dieser schädigenden Moleküle ist daher für Nervenzellen sehr wichtig. Es wurde der Vergleich zur humanen Amyotrophen Lateralskelrose gezogen, die ebefalls auf einen solchen SOD1-Defekt zurückzuführen ist.

Die offizielle Stellungnahme der Welsh Corgi League UK zu DM beim Corgi

Dieser Artikel dient der Beantwortung der vielen Kommentare in den sozialen Medien DM ( Degenerative Myelopathie) betreffend.
Wir sind uns über das Auftreten der Erkrankung im Klaren und haben über Jahre die Forschung dazu beobachtet, insbesondere im Hinblick auf die Erarbeitung eines gesicherten Testverfahrens.
Das gibt es derzeit nicht.
Bis zur Entwicklung eines belastbaren Test, raten wir den Züchtern von einer Testung ab. 
Da die Rasse schon lange mit dieser Erkrankung zu tun hat, wurde insbesondere in den USA dazu geforscht.
DM führt bei älteren Corgis dazu, dass diese ihre Hintergliedmaßen (aufgrund einer Lähmung) nicht mehr nutzen können.
Das verantwortliche Gen für DM wurde bereits identifiziert.
Es könne sich folgende Testergebnisse ergeben: 1. Frei, 2. Träger und 3. risikobehaftet, in dem Sinne, das die Krankheit ausbrechen könnte.
Derzeit wird davon ausgegangen, das die Testergebnisse, besonders die von 3.', lediglich die Möglichkeit einer manifesten Erkrankung darstellen. (Sprich ein auf DM/DM getestete Corgi muss nicht zwangsweise erkranken.)
Die einzige Methode einer gesicherten Diagnostik ist die postmortale Untersuchung des Rückenmarks. Eine gesicherte Diagnose zu Lebzeiten ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht möglich.
Rückfragen bei einem hochdotierten Züchter aus den USA bezüglich Testung auf DM, wurden von diesem unter den oben genanten Gründe verneint.
96% aller getesteten Pembrokes (in den USA) sind als positiv getestet, davon sind aber nur 6% nachweislich an DM erkrankt.
Daraus ergibt sich die Erkenntnis, dass es noch weitere Faktoren geben muss, die zum Ausbruch der Erkrankung führen ("Multifaktoren"). Und dafür gibt es noch keine Testverfahren.
Nichtsdestotrotz geht die Forschung weiter und es wird hoffentlich bald einen belastbaren Gentest geben.
Der in den USA sehr bekannte Genforscher und Veterinär Dr. Jerry Bell, wird folgendermaßen zitiert:"Jeder, der seine Zuchtplanung auf die DM-Gentestergebnisse aufbaut, ist dumm!"

Die Welsh Corgi League unterstützt in Zusammenarbeit mit dem Kennel Club und dem Animal Heath Trust, das Projekt "give a dog a gnome " ( gib dem Hund ein Gen)........
U.a. ist Prof. Gary Johnson, Neurologe an der Universität von Missouri, an dem Projekt beteiligt.
Auch er ist der Meinung, dass das Testen von Zuchthunden und Welpen, in die Richtung geht " das Badewasser mit dem Baby aus zu kippen " sprich: zu übertrieben.

Bandscheibenerkrankungen können vergleichbare Symptome wie DM aufweisen. Wie vorher schon gesagt, ist ein eindeutige Diagnose nur nach dem Tod möglich.
DM wird als eine, sich im Laufe der Zeit, verschlechternde Rückenmarkserkrankung bei älteren Hunden beschrieben.
Eine rezessive Genmutation wurde bereits für die Erkrankung identifiziert.
Es gibt Hinweise darauf, dass es beim Auftreten von zwei Allelen ( jeweils eines väterlicherseits und mütterlicherseits vererbt), zur Ausbildung einer DM kommen kann.

Dies muss aber nicht zwingend passieren. Aber auch bei einem genetisch freien Hund, kann die Entwicklung einer DM nicht ausgeschlossen werden.

Folgende Kombination können auftreten:
Gesunder Hund (N/N) = Tested Genetically Normal = ohne Mutationen, DM-frei
Träger, bzw. gefährdeter Hund (N/P) = Tested Genetically Carrier = Heterozygote, der eine Mutation überträgt und nur ein sehr geringes Risiko an DM zu erkranken
Betroffener Hund (P/P) = Tested Genetically Affected = rezessiver Homozygote, der beide Mutationen im Gen trägt und das Risiko an DM zu erkranken

......


DM ist genetisch schwierig zu beurteilen und stellt ein globales Problem in der Züchtergemeinschaft dar.
Daher sollten erst einmal belastbare Diagnosemöglichkeiten vorliegen, bevor übereilte Entscheidungen getroffen werden.

Vielen Dank an Bettina Salzmann-Wode für die Übersetzung.

Faktencheck von Willebrand Typ 1 (vWD 1) 

Die Von-Willebrand-Krankheit (vWD) ist die häufigste vererbte Blutgerinnungs-störung von unterschiedlichem Schweregrad, die aus einem defekten oder gar fehlenden Von-Willebrand-Faktor (vWF) im Blut resultiert. Der vWF ist ein wichtiger Faktor der Blutgerinnung. Ein fehlender oder defekter vWF hat zur Folge, daß betroffene Tiere bei Verletzungen sehr lange nachbluten und u.U. verbluten können. Die Blutungen betreffen Schleimhautoberflächen und werden bei physischem und psychischem Stress und anderen Krankheiten stärker. Man unterscheidet drei verschiedene Formen dieser Erkrankung (Typ 1, 2 und 3). Die vWD Typ1 ist die mildeste der drei Formen. Dieser Typ verläuft in der Regel mild und spontane Blutungen sind unüblich, d.h. die meisten kranken Hunde zeigen überhaupt keine Symptome. Es erwies sich zum Glück, dass für die Corgis keine Gefahr besteht. Es gibt verschiedene Faktoren, die die Blutgerinnung regulieren, von Willebrand ist nur einer davon. Der Mangel von vWF Typ 1, welcher beim Pembroke Corgi diagnostiziert wurde, muss nicht zwingend als eine Krankheit sondern viel mehr als eine Abweichung von Normalität betrachtet werden. Man sollte allerdings bedenken, dass Tiere mit Typ 1 auch vermehrt bluten können und sogar Transfusion von frischem Blut oder so genanntes Kryopräzipitat benötigen können bei kleinen Wunden. Bei betroffenen Tieren sollte darauf geachtet werden, dass bestimmte Medikamente, die die Blutgerinnung zusätzlich negativ beeinflussen, vermieden werden.


Quelle: www.welshcorgi-news.ch


Ergänzend sei gesagt, dass wie DM hier auch Frei, Träger und Erkrankte möglich sind, wobei nur das erkrankte Tier Symptome ausbildet.

Faktencheck HD

Eine Hüftgelenk-Dysplasie (HD) beim Hund ist eine Fehlentwicklung des Hüftgelenks. Die Hunde leiden nicht von Geburt an unter einer Hüftgelenk-Dysplasie; die „lockere Hüfte“ bildet sich im Wachstum aus. Der Kopf des Oberschenkels sitzt bei den betroffenen Hunden locker oder nicht ausreichend in der Hüftpfanne und bewegt sich stärker im Gelenk hin und her als bei normalen Hüftgelenken (Subluxation). Er kann sogar komplett aus der Hüftpfanne herausfallen (Luxation), was für den Hund sehr schmerzhaft ist.


Der Oberschenkelkopf reibt bei der Hüftgelenk-Dysplasie an dem Knorpel und dem Knochen der Gelenkpfanne – dadurch verändert sich das Gelenk degenerativ; es entsteht eine Arthrose (Gelenkverschleiß) beim Hund . Bewegungen des Gelenks bereiten dem Hund Schmerzen. Je älter die Hunde sind, desto deutlicher sind die Symptome der Hüftgelenk-Dysplasie. HD ist eine Entwicklungsstörung, die durch viele verschiedene Ursachen ausgelöst wird. 

Viele Zuchtvereine (auch der CfBrh) fordern daher eine HD-Freiheit für die Zucht und schreiben eine Röntgen-Untersuchung vor, bevor der Hund zur Zucht zugelassen wird. 

Neben der Vererbung gibt es weitere Ursachen, die zu einer Hüftgelenk-Dysplasie beim Hund führen können. Ebenso fördert eine zu starke Belastung bei noch sehr jungen Hunden die HD. 

Auszug aus "www.tiermedizinportal.de"

Sehr empfehlenswert ist hier auch der, in mühevoller und sorgsamer Arbeit, erstellte Beitrag "Ein Wort zu HD" von Frau Beate Größer. Vielen Dank an dieser Stelle

Abschließend sei gesagt, dass wir bei jeder Verpaarung alle Faktoren bestmöglich abwägen, aber man unmöglich allen die gleiche Priorisierung zukommen lassen kann, ohne die genetische Vielfalt immer weiter einzuengen und damit unkalkulierbare, ggf. neue und unbekannte Mutationen zu riskieren.

 

Ein Beitrag des SWR bei Sabine Thomas

ein Blick auf uns kann immer wieder erhascht werden

Minute 8:50 ist Jiff (Markentasche am Halsband) nicht Schwesterherz Rocket

 

Ein Team des DW war im Zusammenhang mit dem Brexit im März 2019 mit auf der CAC in Paaren.

Nicht wundern, wir wurden gefragt, was wohl die Queen an den Corgis am meisten liebt - dann macht meine Antwort auch Sinn. Corny lässt sich nicht gerne auf den Arm nehmen ;-)